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Donnerstag, 17.05.2012

Bund fördert Forschungsprojekt zur Fertigung von Rotorblättern

18.02.2011

Ein aufwendiger Knochenjob, bei dem es auch noch auf Präzision ankommt: Rotorblätter für Windenergieanlagen werden größtenteils noch in Handarbeit gefertigt. Großflächige Lagen aus Glas- oder Kohlefasern von bis zu rund 130 Quadratmetern müssen faltenfrei in eine Form drapiert werden, um dann mit Kunstharz verfestigt und später mit anderen Elementen verbunden zu einem perfekten Rotorblatt zu werden. Ein Forschungsprojekt am Institut für integrierte Produktentwicklung (BIK) der Universität Bremen soll den Rotorblattherstellern diese schwere Arbeit künftig erleichtern.

Als Verbundpartner in dem Verbundprojekt „mapretec“ ist der Spezialist für technische Textilien SAERTEX GmbH & Co. KG dabei sowie als BIK-Partner in diesem Projekt der Rotorblatthersteller PN Rotor GmbH. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert, umfasst insgesamt rund 950.000 Euro, und es soll die Produktion von Rotorblättern mithilfe neuer Fertigungssysteme weiter automatisieren.

Rotorblätter werden hauptsächlich aus endlosfaserverstärkten Kunststoffen hergestellt. Durch die große Anzahl an verstärkenden Faserlagen sowie den hohen zeitlichen und personellen Aufwand beim Ablegen ist die Fertigung sehr kostenintensiv. Während die Gelege beim Umformprozess heute noch manuell bearbeitet werden, sollen sie künftig mithilfe eines Systems automatisch in die richtige Form gebracht werden.

„Der Markt fordert beste Qualität, deutlich mehr Schnelligkeit in der Produktion, und auch die Fertigungskosten müssen dringend reduziert werden“, sagt Prof. Dr.-Ing. Dieter H. Müller vom BIK. „Wenn Europa auf dem Feld der Windenergie seine Technologieführerschaft weiter behaupten und der stetig wachsenden Nachfrage gerecht werden will, müssen wir neue, bessere und effizientere Wege in der Produktion finden“, erklärt er. Die mapretec-Forschungen zielen auf die Gestaltung einer automatisierten Prozesskette zur Rotorblattfertigung sowie auf eine zeitnahe Umsetzung der Ergebnisse – und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.

Weitere Informationen: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.mapretec.de

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